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Links: Blaumeise - Mit dem Aufhängen von Nistkästen kann der zierlichen Blaumeise im naturnahen Garten ein Nistplatz geboten werden.
Rechts: Distelfink - Mit dem Stehenlassen von verblühten Blumen, wie Wegwarten oder Sonnenblumen, kann dem farbenprächtigen Distelfink im Garten ein reichhaltiges Nahrungsangebot geschaffen werden.
 
Welche Vögel leben in Ihrem Garten? 
Organisator: Naturschutzverein Vordemwald / Leitung Adrian Wullschleger

Vögel sind die auffälligsten Tiere in unserer Umgebung. Mit farbenprächtigen Federkleidern und abwechslungsreichem Gesang erregen sie täglich unsere Aufmerksamkeit. Fragen Sie sich auch ab und zu, welche Vögel in Ihrem Garten herumhüpfen und sie am Morgen beim Aufwachen mit ihrem Gesang erfreuen? - Im Kurs „Stunde der Gartenvögel“ des Naturschutzvereins Vordemwald bekommen Sie Antworten!

Am Donnerstag 04. und am Sonntag 07. Mai führt der Naturschutzverein Vordemwald einen Kurzkurs über die Vögel im Siedlungsraum für interessierte Personen ohne Vorkenntnisse durch. Der Kurs ist ideal, um sich mit der Vogelwelt im eigenen Garten vertraut zu machen!
Am Theorieabend vom Donnerstag 04. Mai um 19.30 Uhr in der Aula des Schulhaus Vordemwald lernen die Kursteilnehmer die häufigsten Vogelarten in unseren Gärten kennen und erhalten wertvolle Tipps, wie sie ihren Garten für verschiedene Vögel attraktiv machen können.
Das am Theorieabend erarbeitete Wissen wird während der Exkursion vom Sonntag 07. Mai vertieft. Besammlung ist um 8.00 Uhr beim Parklatz Gemeindezentrum Vordemwald. Bei einem Rundgang durchs Dorf, werden die verschiedenen Vogelarten angesprochen und gezeigt. Im Anschluss offeriert der Naturschutzverein beim Werkhof einen Brunch. Die Exkursion ist öffentlich und kann auch ohne den Besuch des Kursabends besucht werden.

Das Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmenden auf die Aktion ‚Stunde der Gartenvögel’ des SVS/BirdLife Schweiz vorzubereiten. Im weiteren wird die Freude an der Vogelwelt und eine aktive Wahrnehmung der Natur gefördert. Nach Kursabschluss sind die Teilnehmenden in der Lage, die häufigsten Vögel im Siedlungsraum anhand des Aussehens und teilweise der Stimme zu erkennen. Ihre Spaziergänge werden in Zukunft doppelt so spannend!

Interessierte können sich bei Adrian Wullschleger 079 259 08 70 oder unter info@nvvordemwald bis am  Freitag 28 April anmelden.
Text & Bilder: Adrian Wullschleger
 
 
 
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Links: Buschwindröschen - Anemona nemorosa   Rechts: Lerchensporn - Corydalis cava  (Foros Hans Althaus)
 
Im Frühling, wenn die Laubbäume des Waldes noch kahl dastehen, ist die Zeit der Frühblüher gekommen. Die Sonnenstrahlen können ungehindert durch das Ast- und Blätterwerk den Waldboden erreichen. Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen entwickelt sich der Buchenwald zu einem blühenden Blumenteppich.

Als erstes erscheinen die weissblühenden Märzenbecher (Märzenglöcklein) am schattigen Nordhang des Mattetals in Walterswil und am Born oberhalb des Höfli. An sonnigeren und trockenen Stellen strecken die zarten Blausterne ihre Blüten aus dem Buchenlaub. Diese beiden Arten blühten dieses Jahr wegen des milden Winters bereits im Februar, mindestens zwei Wochen früher als normal. Etwas später erscheinen Lerchensporn, Schlüsselblume, Veilchen und Buschwindröschen. Bevor das Buchenlaub im Mai voll entwickelt ist, entfaltet auch der Bärlauch seine weissen Blüten. Seine grasgrünen Blätter sind oft schon im Februar zu sehen und zu riechen. An trockenen und nährstoffarmen Stellen blüht auch die dunkelgelbe, duftende Frühlings-Schlüsselblume, welche unter dem Namen «Madäneli» früher als Teepflanze gesammelt wurde, aber heute geschützt ist.

Unterirdische Speicherorgane ermöglichen Blitzstart im Frühling
Die meisten Frühblüher besitzen unterirdische Speicherorgane wie Erdsprosse, Zwiebeln oder Knollen. Darin sind die Vorräte an Nährstoffen enthalten, die der Pflanze im zeitigen Frühjahr sofort zur Verfügung stehen. Nach dem Blühen grünt und wächst die Pflanze und sammelt Vorräte, welche sie in ihren Wurzeln speichert. Im Mai, wenn das Blätterdach im Buchenwald voll entfaltet ist, stellt die Pflanze ihr Wachstum ein und die oberirdischen Blätter verschwinden. Im Juli ist vom grünen Bodenteppich von Bärlauch, Märzenbecher und Buschwindröschen nichts mehr zu sehen.

Der Lerchensporn
Den Lerchensporn mit seinen rosa Blüten trifft man in alten Garten- und Parkanlagen im Schatten von Hecken und Bäumen an. In unseren Wäldern fehlt er aber ganz. Er bevorzugt kalkhaltige, nährstoffreiche und frische Böden. Im Jura findet man ihn wildwachsend an seinem Ursprungsort.
 
Ungeduldige Hummeln
Der Nektar im Lerchensporn mit seinem langen Blütensporn ist nur für langrüsselige Insekten wie Schmetterlinge erreichbar. Da müssen vor allem die Hummeln leer ausgehen. Aber sie wissen sich zu helfen: Mit ihren Beisswerkzeugen nagen sie ein Loch in den Blütensporn und gelangen so an den Honig.

Der Trick mit der Samenverbreitung
Lerchensporn, Veilchen und Buschwindröschen produzieren Samen mit einem eiweissreichen Anhängsel. Dieses wird gerne von Ameisen gesammelt und zu ihrem Bau geschleppt. Dabei transportieren sie die Samen dieser Pflanzen auch über grössere Distanzen.

Die Buchenwälder im Jura sind besonders artenreich
Viele dieser Frühblüher bevorzugen kalkhaltigen Boden. Deshalb erfreuen uns die Buchenwälder am Engelberg, Säli und Born mit ihrer Blütenpracht. Diese Pflanzen meiden die sauren Sandsteinböden der Wälder um Zofingen.

Hans Althaus, Zofingen  Ende März

 

 

 

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Die Mitglieder des Jugendnaturschutz Aare-Wiggertal liessen sich letzten Samstag nicht von dem schlechten Wetter stoppen. Trotz Wind und Regen hat sich eine grosse Anzahl Teilnehmer am Bahnhof in Zofingen eingefunden. Am Startpunkt wurden Abfallsäcke und Wagen gefasst und dann haben sich Leiter und Teilnehmer in drei kleinere Gruppen aufgeteilt.
Auf drei verschiedenen Routen wurde daraufhin am Nachmittag alles aufgelesen, was nicht nach draussen auf den Boden gehört. Von Felgen und Toilettendeckel über Pet, Alu und Glas bis hin zu Nahrungsmitteln haben sie einiges an Abfall eingesammelt.
Getroffen haben sich die Gruppen wieder bei der Kehrichtverbrennungsanlage in Oftringen, wo der Abfall getrennt und gewogen wurde. Es kamen rund 100kg zusammen!
Im Vorfeld des Anlasses haben die Teilnehmer natürlich fleissig Sponsoren gesammelt und so wurde auch die Juna-Kasse wieder etwas aufgefüllt. So kann sich die Gruppe Weekends, Lager, T-Shirts und Material finanzieren und unter anderem dafür sorgen, dass die Anlässe weiterhin gratis bleiben.
Vielen Dank an all die grosszügigen Sponsoren!
 
19.3.17, Saskia Leu
 
 
 
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Linkes: Laichende Grasfrösche  / Rechts: Paarende Erdkröten (Fotos Hans Althaus)
 
In den ersten milden und regnerischen Märznächten ziehen wieder viele Frösche, Kröten und Molche zu ihren Laichgewässern und treffen sich dort zu einer Massenhochzeit. Auf dem Weg dorthin überqueren sie Strassen und finden dort oft den Tod.

Die Lebensweise von Erdkröte und Grasfrosch
In den ersten Märztagen, wenn die Temperaturen nachts nicht mehr unter 5 Grad sinken, verlassen Erdkröte und Grasfrosch ihr Winterquartier, wo sie irgendwo im Boden vergraben und vor Frost geschützt die kalte Jahreszeit verbracht haben. Ohne Nahrung aufzunehmen ziehen sie nun Richtung Laichgewässer los. Dieses kann  bis zu zwei Kilometer von ihrem Lebensraum entfernt liegen, und sie benötigen mehrere Tage für ihre Wanderung. Diese beginnt nach der Dämmerung, am liebsten bei mildem, regnerischem Wetter, wenn die Temperatur nicht unter fünf Grad sinkt. Trockene und kalte Witterung bringt den Laichzug zum Stillstand.

Erdkröte und Grasfrosch bleiben ihrem Laichplatz treu
Die Tiere kehren jedes Jahr zu ihrem Geburtsgewässer zurück. Damit sich die Tiere überhaupt finden, braucht es dreierlei: Eine innere Uhr weckt die Tiere im Februar aus ihrer Winterstarre. Temperaturen über fünf Grad und Regen bestimmen den Beginn der Wanderung. Die Laichgewässer müssen beständig sein und dürfen nicht austrocknen.

Die Hochzeit der Erdkröten und Grasfrösche
Die Erdkrötenhochzeit ist ein eindrückliches Naturschauspiel, das man in diesen Tagen am an verschiedenen grösseren Weihern in der Region beobachten kann:
Zofingen: Haldenweiher, Forsthausweiher und Bärenmoosweiher
Oftringen: Looweiher
Brittnau: Haldengut- und Scharletenweiher
Vordemwald: Weihergut
Da die Weibchen – im Gegensatz zu den Männchen – nicht jeden Frühling zum Weiher kommen, sind diese sehr begehrt: Kröten und Frösche sind Männer der Tat: Kaum zeigt sich ein Weibchen, wird es von den Draufgängern gepackt und drangsaliert. Oft kann man ganze Klumpen von Männchen beobachten, welche um ein einziges Weibchen kämpfen. In ruhigeren Momenten findet die Laichablage statt: Frösche legen Klumpen mit bis zu 2000 Eiern an flachen, sonnigen Uferstellen ab, Kröten wickeln bis zu zwei Meter lange Laichschnüre um Wasserpflanzen.

Kröten und Frösche sind eigentlich Landtiere
Nach wenigen Tagen verlassen die Tiere den Weiher wieder und wandern in ihr Sommerquartier zurück. Dieses liegt meistens im Wald, bei Grasfröschen oft auch in der Nähe von Gewässern. Im April schwimmen dann die Larven, Kaulquappen genannt in Massen in den Weihern, und im Juni verwandeln sie sich zu kleinen Fröschen und Kröten und verlassen ihrerseits den Weiher.

Hans Althaus, Zofingen 27.2.2017

 

 

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