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Linkes: Laichende Grasfrösche  / Rechts: Paarende Erdkröten (Fotos Hans Althaus)
 
In den ersten milden und regnerischen Märznächten ziehen wieder viele Frösche, Kröten und Molche zu ihren Laichgewässern und treffen sich dort zu einer Massenhochzeit. Auf dem Weg dorthin überqueren sie Strassen und finden dort oft den Tod.

Die Lebensweise von Erdkröte und Grasfrosch
In den ersten Märztagen, wenn die Temperaturen nachts nicht mehr unter 5 Grad sinken, verlassen Erdkröte und Grasfrosch ihr Winterquartier, wo sie irgendwo im Boden vergraben und vor Frost geschützt die kalte Jahreszeit verbracht haben. Ohne Nahrung aufzunehmen ziehen sie nun Richtung Laichgewässer los. Dieses kann  bis zu zwei Kilometer von ihrem Lebensraum entfernt liegen, und sie benötigen mehrere Tage für ihre Wanderung. Diese beginnt nach der Dämmerung, am liebsten bei mildem, regnerischem Wetter, wenn die Temperatur nicht unter fünf Grad sinkt. Trockene und kalte Witterung bringt den Laichzug zum Stillstand.

Erdkröte und Grasfrosch bleiben ihrem Laichplatz treu
Die Tiere kehren jedes Jahr zu ihrem Geburtsgewässer zurück. Damit sich die Tiere überhaupt finden, braucht es dreierlei: Eine innere Uhr weckt die Tiere im Februar aus ihrer Winterstarre. Temperaturen über fünf Grad und Regen bestimmen den Beginn der Wanderung. Die Laichgewässer müssen beständig sein und dürfen nicht austrocknen.

Die Hochzeit der Erdkröten und Grasfrösche
Die Erdkrötenhochzeit ist ein eindrückliches Naturschauspiel, das man in diesen Tagen am an verschiedenen grösseren Weihern in der Region beobachten kann:
Zofingen: Haldenweiher, Forsthausweiher und Bärenmoosweiher
Oftringen: Looweiher
Brittnau: Haldengut- und Scharletenweiher
Vordemwald: Weihergut
Da die Weibchen – im Gegensatz zu den Männchen – nicht jeden Frühling zum Weiher kommen, sind diese sehr begehrt: Kröten und Frösche sind Männer der Tat: Kaum zeigt sich ein Weibchen, wird es von den Draufgängern gepackt und drangsaliert. Oft kann man ganze Klumpen von Männchen beobachten, welche um ein einziges Weibchen kämpfen. In ruhigeren Momenten findet die Laichablage statt: Frösche legen Klumpen mit bis zu 2000 Eiern an flachen, sonnigen Uferstellen ab, Kröten wickeln bis zu zwei Meter lange Laichschnüre um Wasserpflanzen.

Kröten und Frösche sind eigentlich Landtiere
Nach wenigen Tagen verlassen die Tiere den Weiher wieder und wandern in ihr Sommerquartier zurück. Dieses liegt meistens im Wald, bei Grasfröschen oft auch in der Nähe von Gewässern. Im April schwimmen dann die Larven, Kaulquappen genannt in Massen in den Weihern, und im Juni verwandeln sie sich zu kleinen Fröschen und Kröten und verlassen ihrerseits den Weiher.

Hans Althaus, Zofingen 27.2.2017

 

 

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