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Zurzeit überqueren wieder Millionen von Zugvögeln die Schweiz auf ihrem Weg nach Süden. Dieses Naturspektakel können Interessierte am 4. Oktober 2015 beim Pflegeheim Sennhof in Vordemwald im Beisein von Fachpersonen mitverfolgen. Beim grossen Glockenturm auf der Nordseite des Sennhofgebäudes lädt der Naturschutzverein Vordemwald anlässlich des 22. EuroBirdwatch zur Beobachtung des herbstlichen Vogelzuges ein. In diesem Jahr sind 62 Sektionen des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz sowie auf internationaler Ebene 37 BirdLife Partnerorganisationen aus Europa und Zentralasien beteiligt.

Bird-Race in Rothrist

Turmfalke eine von 36 beobachteten Vogelarten (Foto Adrian Wullschleger)

Am Samstag 13. Juni stand als Abschluss des Vogelpirsch-Kurses ein Bird-Race auf dem Programm. Es galt in 3-4er Gruppen, begleitet von einem Leiter oder einer Leiterin möglichst viele Vogelarten zu entdecken und bestimmen.
Nach der Begrüssung auf dem Lehenhof in Rothrist und der Bekanntgabe der Spielregeln machten sich die 8 Gruppen auf den Weg. Entlang der Aare, um den Bauernhof, im Feld und in Hecken wurde Ausschau nach möglichst vielen Vogelarten gehalten. Wenn die Kinder eine Vogelart selbstständig bestimmen konnten, gab es zwei Punkte, wenn der Leiter etwas mithelfen musste einen Punkt zu holen. Unterwegs waren auch 10 Vogelbilder aufgehängt, welche auf gleiche Weise zu bestimmen waren. Als Hilfsmittel durfte nur der Feldstecher und das Bestimmungsbuch verwendet werden. Nach zwei Stunden Vogelrennen trafen die Gruppen wieder am Besammlungsplatz ein.
Mit frischem Most konnte der Durst gelöscht werden und auf dem vorbereiteten Feuer durften die Mädchen und Knaben einen Cervelat bräteln. In der Zwischenzeit wurden die Artenlisten ausgewertet. Die Leiter staunten nicht schlecht über die Vogelkenntnisse, welche sich die Kinder in den vergangenen Wochen angeeignet hatten. Die Siegergruppe aus Vordemwald entdeckte 36 Vogelarten und kam auf die stolze Zahl von 71 Punkten. Jedoch wurden sie dicht gefolgt von den nächsten Rängen mit 70, 68 und 66 Punkten.
Allen Leiter/innen und Helfer/innen dieses gelungenen Kurses sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Es waren dies: Beat Rüegger, Christoph Vogel, Roland Zimmerli, Adrian Wullschleger, Brigitte Hofer als Vertreterin der Jugendnaturschutzgruppe Aare-Wigger, José Mora, Peter Gruber, Thomas Tröndle, Bernadette Liechti, Heinz Weber, Susi Stocker, Urs Meyer, Regula Stengele, Margreth Erismann, Jörg Zimmerli und Martin Zimmerli. Ein herzliches Dankeschön gebührt auch der Familie Braun vom Lehenhof in Rothrist, wo gleich zwei Anlässe durchgeführt werden konnten.

 

Adrian Wullschleger

 

 

 

 

Mönchsgrasmücke und Wintergoldhähnchen - 2 von 30 beobachteten Vogelarten (Fotos Adrian Wullschleger)

Bei der fünften Vogelpirsch stand der Lebensraum Wald im Zentrum. Zuerst ging es aber vom Besammlungsplatz beim Schulhaus Dorf in Oftringen durch den Siedlungsgürtel bis zum Waldrand. Mauersegler, Haus- und Feldsperling oder der Girlitz konnten hier entdeckt werden. Im Wald angekommen, mussten zuerst mal die Ohren gespitzt werden. Da sich die Waldvögel im Blätterwerk der Bäume so gut verstecken können, lauschten wir den Gesängen von Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Wintergoldhähnchen und der Singdrossel. Aber auch im Wald konnten spannende Beobachtungen gemacht werden. Fütternde Buntspechteltern mit ihren Jungen oder ein lauthals singender Zaunkönig konnten ausgiebig durchs Fernrohr bestaunt werden.

Nach einer Pause mit feinem Apfelsaft in der Weiherhütte des NV Oftringen führte die Exkursionsroute zur Vogelpflegestation Loohof. Roland, Urs und Susi zeigten uns die Station und wie sie die verletzten oder verlassenen Vögel aufziehen und pflegen. Die jungen Hausrotschwänzchen welche im Moment aufgezogen werden, wurden von den Kindern sofort ins Herz geschlossen.

Die beobachteten Vogelarten:
Stockente, Schwarzmilan, Rotmilan, Ringeltaube, Mauersegler, Buntspecht, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Bachstelze, Zaunkönig, Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Singdrossel, Misteldrossel, Amsel, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Wintergoldhähnchen, Kohlmeise, Blaumeise, Waldbaumläufer, Elster, Eichelhäher, Rabenkrähe, Star, Haussperling, Feldsperling, Buchfink, Girlitz, Goldammer

Adrian Wullschleger

 

 

 

 

 DohleBegrussung
Dohle & Begrüssung der Vogelpirschler (Fotos Adrian Wullschleger)

Bei der vierten Vogelpirsch stürzten wir uns ins Einkaufsgewühl. Wir interessierten uns aber kaum für die am Wochenmarkt angebotenen Leckereien, sondern blickten in erster Linie nach oben – wie der bekannte Hans-guck-in-die Luft. Wir wollten nämlich die Vogelwelt einer Stadt kennen lernen. Und dort gab es viel Spannendes zu sehen: Mauer- und Alpensegler hoch in der Luft, zwei Taubenschläge für Strassentauben, Dohlen an der Stadtkirche, ein Nest des Hausrotschwanzes. Das sind alles Vogelarten, welche ursprünglich an Felsen brüteten. Für diese ist die Altstadt nichts anderes als eine Felslandschaft mit tiefen Schluchten. Etwas ruhiger zu ging es in der Parklandschaft rund um das Schulhaus, auf der Schützenmatte und im Rosengarten. Hier entdeckten wir Vogelarten, welche auch in Wäldern leben. So Beispielsweise das Sommergoldhähnchen, den Gartenbaumläufer oder die Wacholderdrossel. Insgesamt beobachteten wir 28 Vogelarten! Kannst du dich an alle erinnern?

Für Abwechslung sorgten Strassentauben, welche die Schalen von frisch geschlüpften Jungen aus dem Taubenschlag warfen, ein frischer Nussgipfel sowie verschiedene Spiele auf dem Schulhausplatz.

Christoph Vogel

 

Die beobachteten Vogelarten:

Stockente, Schwarzmilan, Rotmilan, Strassentaube, Ringeltaube, Türkentaube, Alpensegler, Mauersegler, Bachstelze, Hausrotschwanz, Amsel, Wacholderdrossel, Mönchsgrasmücke, Sommergoldhähnchen, Kleiber, Blaumeise, Kohlmeise, Gartenbaumläufer, Elster, Dohle, Saatkrähe, Rabenkrähe, Star, Buchfink, Girlitz, Grünfink, Distelfink, Kernbeisser

 

 

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